Statistik, Frauen, Männer, Gründer, Existenzgründer, Startups, Start Up, Auswertung, Hand, Kaffee, Computer, Tisch

Gründungstätigkeit in Deutschland 2021 gestiegen, vor allem Nebenerwerbsgründer

Die Gründungstätigkeit in Deutschland wurde laut dem KfW-Resarch 221 vom 11.04.2022 wieder aktiver. Mit 607.000 Existenzgründungen (+70.000) haben sich 2021 ungefähr so viele Menschen selbstständig gemacht wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Das entspricht einem Plus von etwa 13%. Die Gründungsquote ist auf 119 Gründungen je 10.000 Menschen im Alter von 18–64 Jahren gestiegen. Dabei nahm die Zahl der Vollerwerbsgründungen auf 236.000 zu (+35.000). Die Zahl der Nebenerwerbsgründungen auf 371.000 (+35.000).

Quelle: KfW-Resarch Ausgabe 221, 11. April 2022

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Green Startup Monitor 2022 erschienen

Junge innovative Unternehmen in Deutschland haben auch das Thema Nachhaltigkeit im Fokus und treiben die Transformation der deutschen Wirtschaft voran. Der “Green Startup Monitor” analysiert die Bedeutung jener Start-ups, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zu den ökologischen Zielen einer Green Economy leisten. Er wurde vom Borderstep Institut und dem Bundesverband Deutsche Startups in diesem Jahr zum vierten Mal erstellt.

Zum Green Startup Monitor 2022

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11,4 % mehr Nebenerwerbsgründungen in 2021

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland gut 126.900 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 8,4 % mehr als 2020, aber auch 3,5 % mehr Gründungen als 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise.

Im Unterschied zu den größeren Unternehmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im Jahr 2021 mit rund 132.000 unter dem Vorjahresniveau (-2,8 %). Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 wurden sogar 19,5 % weniger kleinere Unternehmen gegründet.

Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe stieg dagegen um 11,4 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 324.200.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg 2021 um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 704.900.

 

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war im Jahr 2021 mit rund 420.100 um 1,8 % niedriger als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 lag sie 14,8 % niedriger. Dieser starke Rückgang dürfte mit den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zusammenhängen.

Bei den Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben rund 87.200 im Jahr 2021 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 1,3 % weniger als 2020 und 12,3 % weniger als im Vorkrisenjahr 2019.

Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen sank gegenüber 2020 um 5,5 % und um 25,2 % gegenüber 2019 auf rund 152.100.

Die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe stieg im Vergleich zu 2020 um 1,3 % auf rund 180.900, lag aber noch 5,0 % unter dem Niveau im Vorkrisenjahr 2019.

Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag im Jahr 2021 mit rund 538.800 um 0,5 % unter dem Vorjahresniveau. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.

Quelle: Destatis Pressemitteilung Nr. 061 vom 14. Februar 2022

 

Mehr Informationen und Angebote für Nebenerwebsgründer finden Sie auf www.gruenden-im-nebenerwerb.de

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Die Gründungszahlen 2021 des bayerischen statistischen Landesamtes liegen vor

Trotz, oder gerade, wegen Corona stiegen die  Gründungszahlen in Bayern (Neugründungen + 5,29 %; Übernahmen + 0,81 %) bzw. veränderten sich in Oberbayern (Neugründungen + 0,60 %; Übernahmen – 6,89 %) moderat.

Die derzeit große Unsicherheit am Arbeitsmarkt (ggf. Wegfall des Arbeitsplatzes, Kurzarbeit) führen zur Neuorientierung in der Bevölkerung. Dies dürfte u. a. dazu beigetragen haben proaktiv zu agieren und sich mit Alternativen, z. B. der eigenen Selbständigkeit, auseinanderzusetzen. Eine Möglichkeit etwas auszuloten bietet z. B. auch eine Gründung im Nebenerwerb. Laut Bundesstatistikamt haben von Januar bis September 2021 16,4 % mehr einen Betrieb im Nebenerwerb aufgebaut, darunter 83,0 % mehr im Bereich Post-, Kurier- und Expressdienste gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Verteilung auf die oberbayerischen Landkreise entnehmen Sie bitte unserer Statistik.

Wir gehen davon aus, dass sich die Gründungsdynamik auch 2022 fortsetzen wird. Dies ist gut so: Denn unsere Wirtschaft braucht junge und neue (innovative) Unternehmen, die auch künftig Arbeitsplätze schafft und sichert. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Eine Option neben der Neugründung bietet auch die Übernahme eines bestehenden Betriebes. Sowohl zur Neugründung als auch zur Übergabe/ Nachfolge bieten wir Ihnen passgenaue Informations- und Schulungsangebote. Komplitiert wird unser Angebot durch unterstützende Coachingmaßnahmen.

Sie möchten wissen, wie die Branchenverteilung in Ihrem Landkreis aussieht? Hier kommen Sie zur Statistik.

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Jede fünfte Existenzgründung durch Migrantinnen und Migranten

Laut KfW-Gründermonitor 2021 hat die CoronaKrise die Gründungstätigkeit belastet. Die Zahl der Existenzgründungen ging 2020 auf 537.000 zu-
rück (2019: 605.000). Das entspricht einer Quote von 104 Gründungen je 10.000 Erwerbsfähigen (2019: 117). Nun wird zudem klar, dass Migrantinnen und Migranten dabei überdurchschnittlich stark betroffen waren. Der Anteil von Personen, die nicht von Geburt an die
deutsche Staatsbürgerschaft haben, an allen Existenzgründungen ging auf 21 % zurück (2019: 26 %). Er liegt somit erstmals seit 2009 wieder unter dem Anteil an der Erwerbsbevölkerung insgesamt. Die sich daraus ergebenden 110.000 Existenzgründungen (2019: 160.000) durch Migrantinnen und Migranten entsprechen einer Gründungsquote von 91 je 10.000 Erwerbsfähigen (2019: 137).

Dabei hat sich die Vorlaufzeit von Idee bis Realisierung der Gründung deutlich reduziert. Sie ist bei Gründungen durch Migrantinnen und Migranten von durchschnittlich 9 Monaten 2019 auf 5 Monate gefallen. Bei der Gründungstätigkeit insgesamt blieb die Vorlaufzeit bei 7 Monaten konstant. Bei den Gründungen durch Migrantinnen und Migranten zeigt sich 2020 also ein erhöhter Druck zur beruflichen Selbstständigkeit.

Quelle: KfW-Research Nr. 214, 2. November 2021

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+ 83,0 % mehr Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben im Bereich Post-, Kurier- und Expressdienste im 1.-3. Quartal 2021 vs. 2020

Laut einer Pressemeldung des statistischen Bundesamtes wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 nach vorläufigen Angaben in Deutschland gut 94.700 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 9,3 % mehr als im von der Corona-Krise geprägten Vorjahreszeitraum, aber auch 2,1 % mehr Gründungen als vor der Krise (1. bis 3. Quartal 2019). Daten für Bayern für den Berichtsmonat September 2021 liegen noch nicht vor und sind daher nicht berücksichtigt.

83,0 % mehr Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben im Bereich Post-, Kurier- und Expressdienste gegenüber dem Vorjahreszeitraum 

Im Unterschied zu den größeren Unternehmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im 1. bis 3. Quartal 2021 mit rund 98.800 unter dem Vorjahresniveau (-3,6 %). Im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum sank die Zahl der Neugründungen kleiner Unternehmen sogar um 21,2 %.

Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe stieg dagegen um 16,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 246.800. Besonders hoch war der Anstieg hier bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten mit +83,0 % und in der Möbelherstellung mit +62,3 %.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg in den ersten drei Quartalen 2021 um 8,9 % gegenüber dem von der Corona-Krise geprägten Vorjahreszeitraum auf rund 529.600.

Quelle: Pressemitteilung 527 vom 18.11.2021

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KfW-Start-up-Report 2021

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat durch die Corona-Krise gelitten. Im Jahr 2020 ging die Zahl der Start-ups auf 47.000 zurück. Im Vergleich zum Rückgang der Start-ups insgesamt blieb die Zahl der Venture Capital-affinen Start-ups mit 8.600 relativ stabil. Frauen sind im Start-up-Ökosystem deutlich unterrepräsentiert. Im langjährigen Durchschnitt machen Gründerinnen bei Start-ups 20% aus und damit nur etwa die Hälfte des Anteils im Gründungsgeschehen insgesamt.

Zum KfW-Start-up-Report

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Corona-Krise wirkt sich auf Zahl von Start-ups aus

Die Corona-Krise hat laut dem KfW-Start-up-Report 2021 im Jahr 2020 den Bestand an Start-ups in Deutschland belastet. Die Zahl an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ging auf 47.000 zurück, nachdem sie in den Vorjahren deutlich auf bis zu 70.000 angestiegen war.

Im Vergleich zum Rückgang insgesamt blieb die Zahl der Venture Capital-affinen Start-ups – also der jungen Unternehmen, die ihr zukünftiges Wachstum gerne über externes Beteiligungskapital finanzieren wollen mit 8.600 (2019: 9.400) einigermaßen stabil.

Frauen sind im Start-up-Ökosystem dabei deutlich unterrepräsentiert. Im langjährigen Durchschnitt machen Gründerinnen bei Start-ups 20 % aus und damit nur etwa die Hälfte des Anteils im Gründungsgeschehen insgesamt.

Die Datengrundlage des KfW-Start-up-Reports ist der KfW-Gründungsmonitor

Zur Pressemitteilung der KfW vom 28.09.2021