200 Millionen Euro Förderkredite über die LfA

Die LfA Förderbank Bayern vergibt Gründern im ersten Halbjahr knapp 200 Millionen Euro an Förderkrediten.

Im ersten Halbjahr 2016 hat die LfA Förderbank Bayern rund 2.200 mittelständische Unternehmen und knapp 90 Kommunen im Freistaat mit rund 812 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Das ist ein Zuwachs um rund 2,6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ein Viertel des Förderkreditvolumens, also knapp 200 Millionen Euro, entfiel dabei auf die Gründungsförderung für junge Unternehmer, die gegenüber dem 1. Halbjahr 2015 deutlich angestiegen ist.

Die LfA mit Sitz in München ist seit 65 Jahren die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht.

Ferienjobs und Sozialversicherung

Die bayerischen Schülerinnen und Schüler trennen nur noch wenige Tage von den Sommerferien. Ferienzeit bedeutet für viele auch Arbeitszeit: sie bessern ihr Taschengeld durch einen Ferienjob auf. Müssen dafür auch Sozialabgaben gezahlt werden?

Schüler und Studenten haben grundsätzlich die gleichen Abgaben wie normale Arbeitnehmer. Wer aber lediglich die Ferien zum Arbeiten nutzt, übt unter bestimmten Voraussetzungen nur eine kurzfristige Beschäftigung aus. Aus dieser Beschäftigung werden keine Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt.

Als kurzfristig gilt eine Beschäftigung, wenn diese insgesamt drei Monate oder siebzig Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschreitet. Wie hoch derVerdienst und die wöchentliche Arbeitszeit sind, spielt dabei keine Rolle.Der Ferienjob bleibt grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Mehrere Jobsdieser Art während eines Kalenderjahres werden zusammengerechnet.

Wer die Aushilfstätigkeit länger ausübt, ist automatisch in derRentenversicherung pflichtversichert. Das hat viele Vorteile, nicht nur beider späteren Rente.

Sonderfall Praktikum:
Für Studenten im Praktikum gibt es im Bereich der Sozialversicherung zahlreiche Sonderregelungen. Die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern empfehlen daher, sich vor Aufnahme eines Praktikums bei den Sozialversicherungsträgern (Arbeitsagentur, Krankenkasse, Rentenversicherungsträger) zu informieren.

Quelle: Die Deutsche Rentenversicherung in Bayern

Förderprogramm mFUND für digitale Mobilität

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt mit dem Förderprogramm mFUND bis zum Jahr 2020 rund 100 Millionen Euro zur Verfügung, um digitale Geschäftsideen zu unterstützen, die auf Mobilitäts-, Geo- und Wetterdaten basieren. Hierbei werden explizit Forschungsvorhaben in den Kategorien „Industrielle Forschung”, „Experimentelle Entwicklung” und „Durchführbarkeitsstudien” gefördert, um kleine Unternehmen und Start-Ups zu unterstützen. Förderfähig sind Projektvorschläge/Vorstudien von bis zu 100.000 Euro und einer Laufzeit von bis zu einem Jahr, angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung mit einer Fördersumme bis zu 3 Millionen Euro und einer Laufzeit von bis zu drei Jahren.

Zu den Richtlinien

BAFA Coaching für Junggründer und Bestandsunternehmer

Seit Anfang 2016 im Angebot, allerdings noch nicht so bekannt: Das BAFA Coaching ist ein Förderprogramm, das sich an Unternehmen richtet, die bereits gegründet sind. Das Beratungsangebot des Bundeswirtschaftsministerium wendet sich an Junggründer und kleine und mittlere Unternehmen.
Zielgruppe der Förderung sind KMU in allen Entwicklungsphasen. Sie werden je nach Unternehmensalter oder -situation unterschiedlich durch drei Module zur Förderung unternehmerischen Know-hows unterstützt:
1. junge, neu gegründete Unternehmen (Jungunternehmen),
2. bereits länger am Markt bestehende KMU (Bestandsunternehmen),
3. Unternehmen in Schwierigkeiten

Zu den Richtlinien der BAFA

Pflicht-Altersvorsorge in der Selbständigkeit?

Sie haben ein Leben lang gearbeitet ? Im Alter erhalten Sie dennoch keinen Cent und sind auf die Grundsicherung (ALG II) vom Staat angewiesen? Für viele Selbstständige könnte dieses Szenario Realität werden. Denn im Gegensatz zu Arbeitern und Angestellten, die Altersbezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, und Beamten, die vom Staat eine Pension beziehen, besteht für etwa 75 Prozent der rund 4,3 Millionen Selbstständigen in Deutschland keine Pflicht zur persönlichen Altersvorsorge. Nur bestimmte Berufsgruppen (z. B.  Ärzte, Apotheker, Architekten, Rechtsanwälte, Steuerberater u.a.) sind gesetzlich verpflichtet, Mitglied eines berufsständischen Versorgungswerks zu werden und regelmäßig Beiträge für die Altersbezüge zu bezahlen.

Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sorgt die Hälfte der rund 2,3 Millionen sogenannten „Solo-Selbstständigen“, die keine Mitarbeiter beschäftigen, nicht für das Alter vor und ist damit langfristig von Altersarmut bedroht. Um das zu verhindern, gibt es derzeit in der Großen Koalition Überlegungen, auch für Selbstständige eine Pflicht zur Altersvorsorge einzuführen. Die Union erwägt, den Freiberuflern die Wahl zu lassen: Entweder sie zahlen in die gesetzliche Rentenkasse ein oder sie erbringen den Nachweis, dass sie ausreichend privat vorsorgen. Auch die SPD hegt Sympathien für eine Einbeziehung der Selbstständigen in das System der gesetzlichen Versicherung.

Elterngeld Plus – Profitieren Selbständige?

Für Selbständige bringt die Flexibilität des Elterngeld Plus besondere Vorteile: Wenn Selbstständige in geringem Umfang erwerbstätig sind oder nachlaufende Einkünfte aus ihrer Tätigkeit vor der Geburt haben, profitieren sie wie alle anderen Eltern auch. Das Elterngeld ersetzt nur den tatsächlich ausfallenden Einkommensteil. Mit einem Elterngeld Plus-Monat wird nur noch ein halber Monatsanspruch der Elterngeldes verbraucht statt bisher ein ganzer.

Quelle:
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=208780.html#fragment

Innovation Accelerator des WEP in München eröffnet

Das UN World Food Programme (WFP) hat am 11. Juli 2016 mit der Eröffnung seines “Innovation Accelerators” in München einen wichtigen Schritt getan, um die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen für eine Welt ohne Hunger zu beschleunigen. Der Accelerator – ein Instrument der Start-up-Szene – soll kreative neue Werkzeuge identifizieren und fördern, um effektiver in humanitären Krisen zu helfen und die nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu erreichen.

Am Standort München bringt der Accelerator WFP-Mitarbeiter mit Experten und Unternehmern der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft aus aller Welt zusammen, um Lösungsansätze zu verfeinern, Prototypen zu entwickeln und zu testen und die Verbreitung von erfolgreichen Ideen zu beschleunigen. Diese Teams arbeiten für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten an ausgewählten Projekten, welche die humanitären Helfer des WFP selbst oder externe Ideengebern eingereicht haben.

“Jeden Tag arbeiten WFP und seine Partner dafür, dass die ärmsten und doch stärksten Menschen, die an den gefährdetsten Orten dieser Welt leben, lebensrettende Ernährungshilfe erhalten. Doch das ist nicht genug, um unser gemeinsames Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 zu erreichen”, erklärte WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin.

“Wir müssen mutig neue Ideen und Lösungen suchen, um mehr Nahrungsmittel verfügbar und zugänglich zu machen und allen Menschen überall die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder zu ernähren. Wir müssen so eng wie noch nie zusammenarbeiten und uns die Vorteile neuer Technologien und die Revolution in der Analyse groβer Datenmengen zu Nutze machen. So können wir die Art und Geschwindigkeit unserer Hilfe verändern – und die anhaltenden Herausforderungen überwinden, die Generationen in Hunger und Armut gefangen gehalten haben”, fügte Cousin hinzu.

Die Welt hat bereits große Fortschritte im Kampf gegen Hunger gemacht, die Zahl der Hungernden ist seit den 1990ern um 200 Millionen gesunken. Doch noch immer haben 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen. Der Innovation Accelerator ist ein wesentliches Mittel, um das zweite Nachhaltige Entwicklungsziel zu erreichen und Hunger bis 2030 zu beenden.

“Die Nachhaltigen Entwicklungsziele sind ambitioniert und verlangen, dass wir unsere derzeitigen Anstrengungen beschleunigen”, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). “Der Innovation Accelerator wird das immense Potential freisetzen, das deutsche Universitäten, Forschungsinstitute, die Privatwirtschaft und die Entwicklungsgemeinschaft zu bieten haben. Deutschland ist derzeit der zweitgrößte Geber des WFP, und die Investition in Innovation wird den Wert unserer finanziellen Unterstützung weiter steigern.”

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: “Deutschland unterstützt WFP allein in Syrien und der Region 2016 mit der Rekordsumme von 570 Millionen Euro. Aber Nothilfe allein reicht nicht aus.”

“Es wird weiter neue Wege brauchen, wenn wir erreichen wollen, dass auf unserem Planeten niemand mehr Hunger leiden muss. Dafür brauchen wir eine engere Verzahnung der humanitären Hilfe mit der Wirtschaft, der Forschung und der Zivilgesellschaft. Der Innovation Accelerator wird dazu beitragen, neue Technologien oder Geschäftsmodelle zum Wohle von Menschen in Not zu entwickeln”, sagte Steinmeier bei der offiziellen Eröffnung.

Der Innovation Accelerator wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Auswärtigen Amt und dem Bayrischen Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt. Schon heute fördert der Accelerator zwölf innovative Projekte aus WFP-Hilfsprogrammen weltweit und wird dabei stark von Münchens Innovations- und Start-Up-Szene profitieren – aber auch dazu beitragen.

Quelle: http://de.wfp.org/neuigkeiten/pressemitteilungen/wfp-eroeffnet-innovation-accelerator

„PlanB“ – Businessplanwettbewerb für den Bereich nachwachsende Rohstoffe

Den Wandel von einer erdöl- hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft zu schaffen – dazu braucht es vieles, vor allem aber gute Ideen.

Der Businessplanwettbwerb PlanB wendet sich an Existenzgründer, die diese Herausforderung als Chance für ihre Geschäftsidee sehen. Alle Ideen erhalten ein Feedback von Experten.

Die aussichtsreichsten Geschäftsideen gehen in die Coachingphase der zweiten Stufe. Mit Beratung und Wochenend-Intensivworkshops werden die Gründer auf ihrem Weg von der Idee zum Businessplan unterstützt. Dieser wird im Dezember eingereicht, bewertet und beim Finalisten-Pitch im Januar 2017 prämiert. Für die Preisträger gibt es Preise im Gesamtwert von 14.000 Euro, sowie ein Jahr intensives Businesscoaching und Aufnahme in das PlanB-Netzwerk zu gewinnen.

Innovationsberatung “go-Inno”

Kleine Unternehmen und Startups der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks können auch künftig die Leistungen von autorisierten Beratungsunternehmen in Anspruch nehmen. Die Richtlinie für das Förderprogramm go-Inno (BMWi-Innovationsgutscheine) wurde bis Ende 2020 verlängert.

„Wir wissen, dass es gerade in kleinen Unternehmen und Startups viele gute, manchmal auch sogar außergewöhnliche Ideen gibt. Aber Ideen alleine reichen nicht. Mit qualifizierter und zielgerichteter Beratung wollen wir dabei helfen, dass die Unternehmen ihr Potenzial ausschöpfen und wirtschaftlich erfolgreich sind,“ so Iris Gleicke, parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), in einer Pressemitteilung.
Das Förderprogramm go-Inno fördert externe Management- und Beratungsleistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Produkt- und technischen Verfahrensinnovationen in Unternehmen. Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten erhalten eine Erstattung von bis zu 50 Prozent der Ausgaben für eine externe Beratung zur Professionalisierung des firmeneigenen Innovationsmanagements.
Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie unter www.bmwi-innovationsgutscheine.de, dem Online-Portal zum BMWi-Förderprogramm „go-Inno“.

Erbschaftssteuerreform

Im Dezember 2014 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass die Besserstellung von Firmenerben gegenüber den Erben von Privatvermögen verfassungswidrig ist. Deshalb war eine Erbschaftssteuerreform nötig, die spätestens zum 30. Juni 2016 in Kraft treten sollte. Dem Gesetzentwurf hat der Bundestag erst am 24. Juni 2016 zugestimmt. Demnach bleiben kleinere und mittlere Betriebe auch künftig von der Erbschaftsteuer verschont, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesregierung. Neu an der Regelung ist, dass dies bereits ab einer Betriebsgröße von fünf Beschäftigten gilt. Bei Vermögen über 26 Millionen Euro gibt es in Zukunft ein Wahlrecht. Die Betroffenen könnten zwischen einer Bedarfsprüfung oder einer Erbschaftssteuer mit einem Abschlag wählen. Bei der Bedarfsprüfung müssten die Erben nachweisen, dass sie nicht in der Lage sind, die Steuerschuld mit ihrem Privatvermögen zu zahlen. Dem Gesetz muss der Bundesrat noch zustimmen, dann wird es rückwirkend zum 01. Juli 2016 Gültigkeit haben.